Sowohl bei der Kommunikation mit Business-to-Business-Kontakte als auch bei Werbekampagnen geht es darum, Ihr Angebot so darzustellen und zu erklären, dass es zum Kaufabschluss kommt. Daher haben wir die Kanalvorschläge für B2B und Marketing zusammengefasst.
E-Mail-Kampagnen
Beginnen wir mit den Online-Kanälen. Darunter ist die E-Mail der „klassische“ Weg. Ihre Nutzung ist vor allem in der Berufswelt weit verbreitet. Der Kanal kann für die folgenden Formate verwendet werden: Persönlicher Austausch, Newsletter, Werbung und interne Kommunikation sowie Kundenservice.
E-Mails werden sowohl am Smartphone als auch am PC gelesen. Sie erreichen die Menschen also jederzeit. Trotzdem wählt der Empfänger frei, wann er sie liest und beantwortet. Die E-Mail bietet also höchste Flexibilität.
Unternehmensblog, E-Book, White Paper
Viele Menschen suchen im Internet nach Informationen, aus privatem Interesse oder für berufliche Zwecke. Wenn Sie die Antworten in Form von Blogartikeln, E-Books oder Case Studies zur Verfügung stellen, können Sie damit neue Kunden gewinnen und Ihr Branding stärken. Das ist das Prinzip des Content Marketings.
Wenn Sie manche der Inhalte zum Download anbieten, können Sie zudem die E-Mail-Adresse des Leads erfragen und die Erlaubnis erhalten, weitere Angebote zu verschicken. Wenn Sie noch mehr Informationen im Formular abfragen, erfahren Sie mehr über Ihre Zielgruppe.
Podcast
Einen eigenen Podcast zu produzieren, bedeutet viel Arbeit. Gute Technik und regelmäßige Uploads müssen organisiert werden. Außerdem wird ein Host benötigt, der sich gut präsentieren kann. Falls Sie dies aber abbilden können, dann los! Podcast sind ein populäres Medium unserer Zeit, weil sie passiv während anderen Aktivitäten gehört werden können.
Ähnlich wie in einem Blog können Sie mit Podcasts Ihr Wissen weitergeben und Nähe zum Unternehmen aufbauen. Zeigen Sie Ihre Persönlichkeit durch sympathische Gastgeber. Vernetzen Sie sich durch das Einladen von Gästen. Auch wenn Sie selbst als Gast in einem anderen Podcast auftreten dürfen, ist das eine große Chance, da viele neue Interessenten erreicht werden.
Erklärvideos und Workshops
Komplizierte Sachverhalte lassen sich gut in anschaulichen Videos erklären. Sie als Experte können das für sich nutzen. Denn jeder, dem Sie mit Ihrem Erklärvideo weiterhelfen, wird sich an Sie als Experten erinnern. Wenn Sie noch tiefer in die Materie einsteigen wollen, können Sie Workshops anbieten.
Beides lässt sich mit entsprechenden Programmen und Angeboten relativ günstig produzieren, dennoch gehören Videos und Workshops zu den Methoden, hinter denen besonders viel Aufwand steckt. Es ist kein Werbekanal, den man nur nebenher nutzt.
Social Media
Soziale Medien ermöglichen es, zu geringen Kosten mit seinen Kunden in Kontakt zu treten. Das Einrichten eines Profils und das Teilen von Inhalten ist nämlich kostenlos. Investiert werden muss aber in die Qualität der Inhalte oder in Werbeanzeigen, wenn Sie die Reichweite schneller steigern wollen.
Für Unternehmen sind folgende Plattformen relevant: LinkedIn und Xing, Facebook und Instagram, Twitter und YouTube. Neuerdings wird TikTok für die Bewerbung von Marken interessant.
Auf Social Media können Sie mit Ihrer Zielgruppe auf Augenhöhe kommunizieren und viel von Ihrer Persönlichkeit zeigen. Dafür müssen Sie allerdings auch bereit sein und das Risiko kennen!
Es werden Transparenz und Ehrlichkeit erwartet, Humor und eine Bedeutung für das Alltagsleben der Follower. Alte PR-Methoden funktionieren auf Social Media nicht. Eventuell müssen Sie auch mit Internet-Trollen umgehen, die absichtlich in den Kommentaren provozieren.
Face-to-Face-Meeting
Ein Meeting als Marketingmaßnahme? Ja klar! Bei B2B-Geschäften werden oft Termine vor Ort vereinbart, wenn ein größerer Deal abgeschlossen wird. Man lernt sich kennen, baut Vertrauen auf, kann Fragen ausführlich klären und Produkte live präsentieren.
Im B2C-Bereich wäre es das Verkaufsgespräch in den Ladenräumen sowie die richtige Präsentation der Waren. Bei all der Technologie und den bezahlten Werbeflächen sollten diese Formen der Kommunikation nicht vergessen werden.
Erfahren Sie in unserem Beitrag, wie Sie effektive Jahresgespräche mit Kunden führen.
Videotelefonie
Wenn ein Treffen vor Ort nicht möglich oder sinnvoll ist, lässt sich vieles fast genauso persönlich über ein Videotelefonat besprechen. Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie ist jeder mit dem Medium vertraut.
Ein Vorteil ist die Ähnlichkeit zum persönlichen Gespräch. Man kann auf Körperhaltung, Sprache, Stimmung usw. eingehen. Außerdem kann man sich gegenseitig etwas auf dem Bildschirm präsentieren. Gleichzeitig hat Videotelefonie etwas Unnatürliches: Unterhaltungen sind zeitversetzt, Bild und Ton verzerrt, die Technik kann auch vollständig ausfallen. Damit sich dennoch ein guter Gesprächsfluss ergibt, sollten Sie technisch gut ausgerüstet sein und Ihre Mitarbeiter für dieses Format schulen.
Messeauftritt
Haben Sie Ihr Unternehmen schon einmal auf einer Messe präsentiert? Wenn Sie es bisher noch nicht geplant haben, ziehen Sie es für das nächste Jahr in Erwägung. Es gibt zahlreiche Fachmessen und andere Branchen-Events, zu denen Ihre Kunden in Strömen kommen.
Auf einer Messe können Sie sich und Ihr Produkt ausführlich präsentieren. Es ist außerdem ein idealer Ort zum Netzwerken oder um von anderen Anbietern zu lernen.
Brief
Der Vollständigkeit halber stellen wir auch diverse ältere, analoge Medien vor. Der erst in der Reihe ist der Brief. Er ist nicht mehr zeitgemäß, weil er hohe Kosten verursacht und eine lange Versandzeit hat. Außerdem wird viel Papier verschwendet. All das sind Nachteile, die man mit Online-Kommunikation umgehen kann. Selbst wichtige Verträge wollen die meisten Kunden heute digital erhalten.
Jedoch kann er sich eignen, wenn es darum geht, Ihre Wertschätzung für den Empfänger auszudrücken. Denn auch diesem ist bewusst, dass der Versand aufwändiger und kostspieliger ist als zum Beispiel eine E-Mail. Bei den vielen Rechnungen und billigen Prospekten freut man sich außerdem, etwas Hochwertiges im Briefkasten zu entdecken. Wenn Sie das Geld in die Hand nehmen wollen, können Sie also persönlichere Nachrichten und Einladungen auf dem alten Wege versenden.
Printmagazine
Gedruckte Magazine haben ähnliche Vor- und Nachteile wie der Brief. Der Unterschied ist, dass sie mehr Inhalt vermitteln können (und brauchen, um lohnenswert zu sein) sowie, dass sie unpersönlicher sind.
Sie könnten regelmäßig ein Magazin für Ihre B2B und auch B2C-Kontakte herausbringen. Das Format eignet sich aber nur für größere Unternehmen, die dafür ein eigenes Team zusammenstellen können und genug zu erzählen haben. Hier ein paar Vorschläge für Inhalte: Vorstellung von Projekten oder Personen aus dem Unternehmen, das Anbieten von Ausbildungsplätzen, Berichte über soziale Projekte, Produktvorstellungen und -erklärungen oder weiterführende Branchennews.
Doch es muss nicht immer ein eigenes Magazin sein. Printmedien können auch zur Anzeigenschaltung genutzt werden. Am ehesten lohnt sich dies bei Fachmagazinen. Oder Sie arbeiten mit einer PR-Abteilung, um redaktionell erwähnt zu werden. Ein Interview mit dem Geschäftsführer oder einem Mitarbeiter Ihres Teams kann viel zum Vertrauensaufbau beitragen. Im besten Fall werden die Artikel zusätzlich online veröffentlicht, damit sie eine entsprechende Reichweite generieren und auch noch später lesbar sind.
Out of Home
Bleiben wir bei den Medien, die bedrucktes Papier verwenden – auch wenn inzwischen immer mehr Anzeigeflächen in der Stadt digital werden. Out-of-Home-Kampagnen können je nach Standort hohe Kosten verursachen oder eine geringe Reichweite haben, da sie von den immer gleichen Leuten gesehen werden. Aber: Werbeplakate werden als Teil des Stadtbilds voll und ganz akzeptiert. Sie können das gute Image dieses Kanals nutzen, um Passanten im Gedächtnis hängen zu bleiben.
Radio und TV
Beim Rundfunk handelt es sich um einen weiteren klassischen Kanal. Werbespots im TV zu platzieren, ist leider sehr teuer. Die Ausstrahlung lässt sich schlecht auf eine Region einschränken, und trotz Platzierung um das passende Programm herum ist die Zuschauergruppe sehr diffus. Man weiß nicht genau, ob sich der Betrachter für Ihr Angebot interessiert oder nicht. Daher eignet sich TV am besten für Produkte, die theoretisch jeder braucht oder haben möchte. Für B2B-Kommunikation ist es eher unpraktisch.
Im Radio kann das Targeting etwas regionaler sein. Hier besteht jedoch die Gefahr, dass die Audio-Spots als störend erachtet werden. Der Zuhörer schaltet womöglich weg, wenn er lieber Musik oder Reportagen hören möchte. Auch Radio ist aufgrund der breit gefächerten Zielgruppe am besten für Consumer Produkte aus dem Alltag geeignet.
Kinowerbung
Das letzte Offline-Medium in unserer Liste ist der Kinosaal. Wie beim TV sind Produktion und Platzierung der Spots teuer, und die Zielgruppe kann nur anhand ihres Filmgeschmacks festgelegt werden.
Wenn Kinowerbung aber gut gemacht ist, bereitet sie dem Zuschauer Spaß. Mit hoher Qualität in Bild und Sound, starken Emotionen und Humor können Sie auch hier etwas erreichen. Sie erwischen die Zuschauer zudem in einer guten Stimmung und vielleicht sprechen sie sogar mit ihren Freunden über die gesehene Werbung.