clickwrap-vereinbarung

Was ist eine Clickwrap-Vereinbarung und wann wird sie eingesetzt?

Ob Datenschutzbedingungen, AGB oder Nutzungsbedingungen: Auch wenn Sie noch nie von Clickwrap gehört haben, ist Ihnen eine solche Vereinbarung schon begegnet. Der routinierte Mausklick oder das Fingertippen auf den Button „Zustimmen“ ist jedem bekannt. Technisch gesehen schließen Sie so eine Art Vertrag – eine Clickwrap-Vereinbarung

Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, was dahinter steckt, wie die Rechtslage von Clickwrap-Vereinbarungen aussieht und wann sie zum Einsatz kommen. Zudem grenzen wir zur Browsewrap-Vereinbarung ab und erklären Ihnen, wann eine elektronische Signatur besser geeignet ist.

Digitale Zustimmungen bei Kund:innen und Geschäftspartner:innen einzuholen ist deutlich einfacher, als analoge Verträge und Vereinbarungen auszutauschen. Am besten klappt das mit entsprechenden Webtools, die den Prozess für beide Seiten schnell abwickeln. Kennen Sie Flixcheck bereits? Das All-in-One-Tool kann genau das – probieren Sie es selbst 30 Tage lang kostenlos aus!

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Clickwrap-Vereinbarung?

Eine Clickwrap-Vereinbarung – teilweise wird auch die rein englische Bezeichnung Clickwrap-Agreement verwendet – ist vereinfacht formuliert eine Vereinbarung zweier Parteien über das Internet. Anders als beispielsweise bei einem Vertrag, der von beiden Seiten unterschrieben wird, erfolgt die Zustimmung einer Partei jedoch per Mausklick („click“).

Solche digitalen Vereinbarungen finden sich vor allem im Bereich von Onlineshops, bei der Nutzung von Apps, dem Kauf von Software und Tools über das Internet und, und, und.

Die Liste lässt sich lange fortführen. Denken Sie daran, wie oft Sie bereits reflexartig bei allgemeinen Geschäftsbedingungen oder der Abfrage nach Daten „OK“, „Agree“ oder „Ich stimme zu“ gedrückt haben.

Vorteile von Clickwrap-Vereinbarungen

Für Unternehmen sind Clickwrap-Vereinbarungen der einfachste Weg, Zustimmung von Kund:innen für einen bestimmten Vorgang einzuholen. So sparen Sie sich den langen Weg über einen manuellen Vertragsaustausch oder Ähnliches, was bei der Masse an schnellen Online-Vereinbarungen schlicht nicht umsetzbar wäre.

Auch umgekehrt profitieren Kund:innen von dem schnellen „Online-Vertragsschluss“. Auf einen Blick sehen sie alle relevanten Informationen der Vereinbarung – wenn auch oft als berühmtes Kleingedrucktes verpackt – und können diese mit nur einem Klick bestätigen.

Was sind die Bestandteile einer Clickwrap-Vereinbarung?

Nicht jede Clickwrap-Vereinbarung ist gleich aufgebaut – zu unterschiedlich sind allein die vielfältigen Einsatzgebiete. Zwei Dinge enthält jedoch jede Clickwrap-Lizenz oder Click-Through-Vereinbarung, was alternative Begriffe dafür sind:

  • Inhalt, dem zugestimmt werden muss
  • Button zur Zustimmung (Vertragsschluss) oder Ablehnung

 

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Quelle: Screenshot – Snipping Tool Plus Installation

Wird dem Inhalt nicht zugestimmt, können Nutzer:innen die App nicht verwenden, ein Produkt nicht kaufen oder einen Dienst nicht nutzen.

Sind Clickwrap Vereinbarungen rechtlich durchsetzbar?

Ein Vertragsschluss über das Internet mit nur einem Klick – es verwundert nicht, dass nicht jeder auf die Frage der Rechtsgültigkeit solcher Vorgehen sofort eine Antwort parat hat. Wir bieten Ihnen im folgenden Abschnitt grundsätzlich keine Rechtsberatung an, geben aber einen groben Einblick in die rechtliche Situation von Clickwrap-Vereinbarungen.

Rechtliche Grundlagen

Unternehmen nutzen Clickwrap-Vereinbarungen nicht ohne Grund: Auf Basis aktueller Rechtsvorschriften wie dem ESIGN (US-Gesetz zur Rechtsgültigkeit elektronischen Unterschriften) und dem eIDAS (europäisches Pendant) verwenden Betriebe solche digitalen Verträge rechtsgültig.

Das gilt allerdings nur dann, wenn Clickwrap-Vereinbarungen so konstruiert sind, dass sie den Vorschriften rund um elektronische Signaturen einhalten. Weiter müssen die grundlegenden Regeln für rechtsgültige Verträge eingehalten werden – eine Clickwrap-Vereinbarung ist ein Vertrag. Voraussetzung ist beispielsweise, dass alle (meist sind es nur zwei) Vertragsparteien zustimmen.

Herausforderungen in der Praxis

Trotz der rechtlichen Durchsetzbarkeit sind viele Unternehmen skeptisch, was die Verwendung von Clickwrap-Vereinbarungen angeht. Nicht ohne Grund: Eine Studie von Frost & Sullivan, einem amerikanischen Beratungsunternehmen, hat die Herausforderungen der von Kund:innen und Verbraucherschützer:innen oft kritischen Vereinbarungen offengelegt.

So geben fast neun von zehn Unternehmen an, dass sie sich schon einmal rechtlichen Schritten ausgesetzt sahen, die im Zusammenhang mit rechtlich nicht korrekt abgeschlossen Clickwrap-Vereinbarungen standen. In dem Zuge überlegen 75 Prozent der 300 befragten Unternehmen, auf eine alternative Lösung umzusteigen.

In Deutschland schlug das Thema der Clickwraps im Mai 2015 hohe Wellen, die bis vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) reichten. Damals entschied der EuGH im Rahmen einer Auseinandersetzung zweier Unternehmen per Urteil, dass „click-wrapping“ erlaubt ist.

Wann werden Clickwraps eingesetzt?

Die Einsatzbereiche von Clickwrap-Vereinbarungen sind vielfältig. Unternehmen greifen immer dann darauf zurück, wenn eine „schnelle Einwilligung“ von Kund:innen erforderlich ist, beispielsweise bei:

  • Zustimmungen zu Datenschutzbedingungen
  • Allgemeinen Geschäftsbedingungen
  • Anmeldungen für Mailing-Listen
  • Bescheinigungen (Gesundheit oder Sicherheit)
  • Lizenzierungen von Software
  • Kontoeröffnungen
  • Logins
  • App-Downloads

 

Die Liste lässt sich noch lange fortführen. Die Vereinbarungen kommen vor allem dort zum Einsatz, wo es schnell gehen muss und immer wieder Änderungen auftreten: Clickwraps können leicht und schnell aktualisiert werden.

Wer persönlich mit seinen Kund:innen agieren möchte und individuelle Verträge schließt sowie Abfragen stellt, sollte Flixcheck kennenlernen. Das smarte Tool zur einfachen Kundenkommunikation verbessert Ihre Kundenbeziehungen durch intuitive Kommunikation, einfachen Service und gezielten Dialog. Testen Sie Flixcheck jetzt 30 Tage lang kostenlos!

Was ist der Unterschied zwischen Clickwrap und Browsewrap?

Neben Clickwrap schwirrt der Begriff Browsewrap im gleichen Kontext durch das Internet. Bei Browsewrap-Vereinbarungen wird auf die zu akzeptierenden Inhalte verlinkt. Diese befinden sich dann beispielsweise auf einer gesonderten Seite auf der Homepage.

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Quelle: Screenshot – Anmeldung bei Zalando

Im Vergleich zu Clickwraps fordern Sie die Nutzer:innen nicht aktiv zum Lesen und Wahrnehmen der Bestimmungen auf, sie sind eher passiv. Viele Unternehmen nutzen daher eher Clickwrap- anstatt Browsewrap-Vereinbarungen aufgrund der besseren Durchsetzbarkeit bei möglichen Rechtsstreitigkeiten.

Wann sollte die digitale Signatur eingesetzt werden?

Nicht immer sind Clickwrap-Vereinbarungen für digitale Verträge die beste Lösung. Gerade bei komplexen und nicht-standardisierten oder rechtsverbindlichen und komplexen Verträgen sind die Vorteile digitaler Unterschriften nicht von der Hand zu weisen.

Damit sichern sich Betriebe deutlich besser ab. So ergibt es Sinn, beispielsweise bei Kaufverträgen oder Arbeitsverträgen eine elektronische Signatur von seinen Kund:innen anzufordern. Am einfachsten geht das mit speziellen Tools, die diesen Prozess intuitiv abbilden.

Tools für die digitale Signatur

Wurden wichtige Dokumente früher noch mühsam ausgedruckt, verschickt, unterschrieben, eingescannt und wieder abgelegt, ermöglichen spezielle Tools heute eine deutlich effizientere Abwicklung.

Eines dieser Tools ist Flixcheck. Die SaaS-Webanwendung deckt diverse Bereiche der Kundenkommunikation, des Kundenservice oder des Kundendialogs ab. Ein wesentlicher Bestandteil der intuitiven Lösung sind digitale Unterschriften, die über Flixcheck binnen weniger Minuten von Kund:innen angefordert werden können.

Gerade bei wichtigen Dokumenten im digitalen Raum ist das die verlässlichere Variante im Vergleich zu Clickwrap- oder Browsewrap-Vereinbarungen.

Digital unterschreiben mit Flixcheck

Die elektronische Signatur ist eines der Features von Flixcheck. Sie können diese Funktion mit anderen beliebig kombinieren – ohne Programmierkenntnisse. Das intuitive Tool funktioniert wie ein Baukasten, der es Ihnen ermöglicht, sich selbst eine All-in-One-Lösung zu bauen.

So fragen Sie beispielsweise bei einem oder einer Geschäftspartner:in mit nur einigen Klicks eine Unterschrift an:

  • Sie erstellen einen „Check“, so nennt Flixcheck die verschiedenen Abfragen. Neben einer digitalen Unterschrift können Sie beispielsweise auch SEPA-Mandate einholen oder Dokumente unkompliziert austauschen.
  • Tragen Sie die wichtigsten Informationen ein: wer den Check erhält, wo unterschrieben werden soll und wie die Zustellung erfolgt.
  • Sie schicken den Check ab. In Echtzeit erhält Ihr:e Geschäftspartner:in die Aufforderung zur Unterschrift. Ohne sich irgendwo anmelden oder einloggen zu müssen, kann die Signatur in wenigen Sekunden geleistet werden und der Check zurückgeschickt werden.

 

Darüber hinaus bietet Flixcheck weitere Möglichkeiten, den Austausch mit Kund:innen zu vereinfachen. Sie können beispielsweise individuelle PDFs erstellen – mehr dazu erfahren Sie im Videotutorial. Auf dem YouTube-Channel finden Sie zudem weitere Erklärvideos zu allen Flixcheck-Funktionen.

Fazit: Clickwrap-Vereinbarungen und digitale Unterschriften in Kombination

Um für alle digitalen Verträge, ob das Akzeptieren einer AGB oder das Unterzeichnen eines Kaufvertrags, gewidmet zu sein, empfiehlt sich eine Mischung aus Clickwrap-Vereinbarungen und dem Einsatz elektronischer Signaturen.

Letzteres bildet Flixcheck als All-in-One-Tool userfreundlich ab. Möchten Sie sich selbst ein Bild davon machen, wie die Lösung funktioniert? Testen Sie Flixcheck jetzt mit allen Funktionen 30 Tage lang kostenlos!

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