Digitalisierung in einfachen Worten erklärt

Eine digitale Uhr ist die einfachste Erklärung für die Digitalisierung

Überall heißt es, Unternehmen müssten heute digital sein und die Unternehmer dahinter müssen digital denken. Aber was bedeutet das eigentlich und wie können Sie es konkret umsetzen?

Damit Sie direkt starten können, schauen wir uns heute an, was mit der Digitalisierung von Unternehmen gemeint ist. Wir zeigen außerdem, welche Maßnahmen Sie ergreifen können, welche Basis Sie benötigen und wie ihr Erfolg hinterher gemessen werden kann.

Was kann man sich unter dem Begriff „Digitalisierung“ vorstellen?


Analog vs. Digital


Das Wort Digitalisierung bedeutet grundsätzlich, dass analoge in digitale Werte umgewandelt werden, damit sie auf diese Weise verarbeitet und gespeichert werden können. Um zu verstehen, was das Digitale besonders macht, sollte man also zunächst wissen, was „analog“ ist: Analog bedeutet „stufenlos“ und meint Signale, die auf natürliche Weise ausgesendet und empfangen werden. Zum Beispiel Audio- oder Videosignale, die stufenlos in beliebiger Frequenz vorkommen können. Wir nehmen diese analogen Signale mit unseren Sinnen war.

Digitale Signale hingegen werden als fest definierte Ziffern versendet und sind durch ihre klare Bedeutung auch von Maschinen lesbar. Deutlich wird der Unterschied am besten anhand von Uhren: Analoge Uhren haben Zeiger, die sich so fließend wie die Zahnräder zulassen über das Ziffernblatt bewegen. Man kann bei ihnen auch Zeiten zwischen zwei Uhrzeiten erkennen. Bei digitalen Uhren hingegen gibt es nur die dargestellten Ziffern, die mit einem Schlag auf den nächsten Wert umspringen.

Digitalisierung in ihrer heutigen Bedeutung


Mit der Zeit wurde der Begriff weniger verwendet, um die Umwandlung von analogen in digitale Werte zu beschreiben – sondern mehr als Synonym für die Auswirkungen dieser Umwandlung. Die Digitalisierung meint heute also die Effekte, die die digitale Technik auf unser Leben hat. Es handelt sich dabei um einen Megatrend: Immer mehr Daten werden gespeichert, verarbeitet, verbreitet und dazu benutzt, um Maschinen „intelligent“ handeln zu lassen.

Diese technischen Möglichkeiten beeinflussen viele Facetten unseres Lebens. Zum Beispiel werden immer mehr Unternehmen digitalisiert. Sie nutzen Daten, um dazu zu lernen und somit effizienter zu arbeiten. Sie lassen bestimmte Aufgaben von Computern erledigen und sparen dadurch Geld, Zeit und „Manpower“. Sie kommunizieren in Teams über Kontinente und Zeitzonen hinweg, da die Daten überall abrufbar sind, und sie erschließen neue digitale Geschäftsmodelle.

Die Geschichte der Digitalisierung


Das Grundprinzip, festgelegte Codes zu verwenden, um eine Information zu übertragen, ist alt und lässt sich auf kein genaues Anfangsdatum festlegen. Ein Beispiel ist das 1837 erfundene Morse-Alphabet mit kurzen und langen Signalen, die aneinander gereiht Buchstaben ergeben. Der erste Schritt der Digitalisierung bei dem Nullen und Einsen, also das heute bekannte binäre System, verwendet wurden, liegt in den 1930ern bis 1940ern.

Etwas später, in der Mitte des 20. Jahrhunderts, wurden dann die ersten Festplatten entwickelt. Auf ihnen konnten zum ersten Mal Daten magnetisch abgespeichert werden. Sie waren allerdings noch sehr groß und nicht für den privaten Gebrauch geeignet. Doch sie waren nun elektrisch und verarbeiteten Daten in der Form, dass eine Eins bedeutet, es fließt Strom und eine Null bedeutet, es fließt kein Strom.

Von da an wurden Speichermedien und die Computer, die mit ihnen arbeiteten, immer kleiner und zugleich leistungsfähiger. Sie erhielten in den siebziger Jahren Einzug in private Haushalte. Mit der Verbreitung des Internets in der Achtzigern war es dann auch möglich, die Daten auf andere Rechner weltweit zu übertragen. Damit begann die heutige Form der Digitalisierung, in der alles jederzeit und an jedem Ort möglich zu sein scheint. Die Veränderungen werden seitdem übrigens immer schneller. Eine heute erdachte Technik kann in kurzer Zeit schon veraltet sein.

Alter Personal Computer der die Geschichte der Digitalisierung widerspiegelt

Aktuelle technologische Entwicklungen


Die folgenden Buzzwords sollten bekannt sein, wenn Sie sich für das Thema Digitalisierung interessieren:

Die künstliche Intelligenz (KI, auf Englisch AI) bezeichnet Anwendungen, die dafür sorgen, dass Maschinen lernen und irgendwann in der Lage sind, eigenen Entscheidungen zu treffen. Dafür werden viele verschiedene Szenarien durchgespielt und Handlungsoptionen gegeben, bis das richtige Ergebnis erreicht und gespeichert wird. Beim Internet of Things (IoT) sind die Entscheidungen meist noch recht simpel – dafür sind alle möglichen Geräte involviert. Haushaltsgeräte wie Lampen, Heizungen oder die Waschmaschine kommunizieren plötzlich mit uns und untereinander, beispielsweise um energieeffizienter zu arbeiten.

Big Data bezeichnet große Datenmengen, die nur noch von Maschinen verarbeitet werden können. Einmal sortiert, kann man aus ihnen jedoch viele wichtige Informationen herausfiltern und zum Beispiel für Produktvorschläge nutzen. Das Cloud-Computing meint Anwendungen, die für mehrere Nutzer dezentral angeboten werden. Insgesamt sind all diese Trends Teile der Industrie 4.0. So wird die offizielle Forschungsagenda genannt, die sich mit den industriellen Entwicklungen der Zukunft befassen soll.

Chancen und Vorteile im digitalen Zeitalter


Die verbundene Welt


Der größte Vorteil ist die schnelle Verarbeitung und Ausbreitung der Daten an sich. Aus diesem Grund wurde die digitale Transformation begonnen und dadurch ist es heute möglich, Informationen so einfach wie noch nie mit einer großen Öffentlichkeit oder weit entfernten Personen und Maschinen zu teilen. Die Welt ist dadurch verbundener und informierter geworden.

Vielfältige Angebote


Es gibt ein vielfältiges Angebot an Programmen, Shops und Inhalten, die ohne viel Aufwand oder Platzverbrauch angeboten werden können. So findet jeder genau das, was er oder sie benötigt, natürlich auch über Ländergrenzen hinweg.

Ortsunabhängiges, internationales Arbeiten


Neue Arten der Zusammenarbeit sind möglich. Kollegen müssen nicht mehr am gleichen Ort sein, um ein Projekt zu vollenden. Stattdessen können sie die elektronischen Informationen über ihre Systeme hin und her schieben. Die Kommunikation untereinander kann über die gleichen Signale stattfinden.

Interessengemeinschaften („Communitys“) finden


Nicht nur für den sachlichen Austausch von Informationen, auch für das soziale Miteinander hat das Internet vieles verändert. Zu den Vorteilen zählt, dass man Menschen finden kann, die dieselben Interessen teilen. Mit diesen kann man sich an virtuellen Orten austauschen und somit Freunde finden, die nicht in der Nähe wohnen müssen.

Computer können lernen


Maschinen zeichnen Hinweise darüber auf, wie und ob sie gerade funktionieren, oder ob eventuell ein Problem vorliegt. Diese Infos sorgen entweder dafür, dass ein Mensch eine Änderung an der Maschine vornehmen kann, oder diese ändert selbst ihre Arbeitsweise. Sie könnte sich sogar eigenhändig abschalten, wenn sie so programmiert wurde. Generell werden Gegenstände immer intelligenter. Sie kommunizieren untereinander, können ferngesteuert werden, lernen aus Erfahrung dazu. All das geht, weil die entsprechenden Daten vorliegen und verwendet werden können.

Menschliche und maschinelle Arbeit trennen


Wir Menschen haben den Maschinen (noch) voraus, dass wir sozial und emotional interagieren und kreativ sein können. Maschinen hingegen arbeiten effizienter und fehlerfreier, wenn es um monotone oder präzise Aufgaben geht. Wir können unsere Prozesse optimieren, wenn wir uns die Arbeit sinnvoll aufteilen.

Als Beispiel zur Digitalisierung ein Roboterarm der Schach spielt

Herausforderungen und Nachteile im digitalen Zeitalter


Verbreitung von Unwahrheiten


Dadurch, dass jeder Mensch Informationen erstellen und veröffentlichen kann, gibt es keine „Gatekeeper“ mehr. Somit können wiederum Unwahrheiten oder manipulative Inhalte verbreitet werden. Dem entgegenzuwirken ist ohne Zensur schwer möglich. Gerade in Zeiten großer Unsicherheit entstehen viele dieser sogenannten Fake News.

Gefangen in der Filterblase


Zwar kann sich jeder das aus dem Internet heraussuchen, was sie oder ihn interessiert – das kann aber auch zwei Nachteile haben. Zum einen landet man irgendwann in einer Filterblase, in der immer die gleichen Themen und Meinungen angezeigt werden. Da das Internet so groß ist, wird der Rest für den einzelnen Anwender nicht mehr sichtbar. Außerdem ist der Benutzer von der Informationsflut überwältigt. Er selbst filtert noch einmal mehr, ignoriert wichtige Informationen, überfliegt sie nur, hat eine immer kürzere Aufmerksamkeitsspanne.

Kinder müssen geschützt werden


Anders als beim TV-Programm, bei dem nur abends und nachts Inhalte ausgestrahlt werden, die nicht für Kinder geeignet sind, sind sie im Internet jederzeit abrufbar. Kinder können an verstörende Inhalte geraten, oder auch von Menschen mit schlechten Absichten kontaktiert werden. Es müssen entsprechende Schutzvorkehrungen eingestellt werden, zum Beispiel durch eine Einschränkung von Zugriffsrechten auf dem Endgerät.

Diebstahl von digitalem Eigentum


Ebenso sind die Daten, die wir selbst ablegen, nicht immer geschützt. Geistiges und finanzielles Eigentum können über Zugriffspunkte gestohlen werden. Auf diese Gefahren sollte man sich als Anbieter einstellen und entsprechende Verschlüsselungen etc. einrichten. Als Kunde sollte man jedoch ebenso geschützt sein und sich gleichzeitig auf gewisse Risiken einlassen. Denn sonst kann man das mannigfaltige Angebot nicht nutzen.

Lesen Sie weitere Details zu den Vor- und Nachteilen der Digitalisierung.

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